Kommunale Informationsstelle Blaualgen
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Blaualgen / kommunale Informationsstelle
Letzte Aktualisierung: 29. Juni 2026
Letzte Begehung: 4. September 2025 / AquaPlus AG
Aktuelle Phase: Präventiv
Im Jahr 2025 sind einzelne präventive Begehungen vor Ort durchgeführt worden. Einerseits durch das private Labor AquasPlus AG; andererseits durch die Fachstelle für Gewässerqualität im Amt für Wasser und Energie (AWE). Alle Begehungen haben gezeigt, dass auffällige Blaualgenlager mit Ausnahme der bekannten Stelle im Hafen Helbling nicht erkennbar waren. Dies war bereits in den Jahren zuvor so.
Im Verlauf von Juni 2026 wurden durch die nationalen Medien Blaualgenvorkommen u.a. im Tessin vermeldet. Die politische Gemeinde und die Ortsgemeinde nehmen dies zum Anlass, die Situation am Schmerkner Seeufer neu zu beurteilen. Die AquaPlus AG wurde beauftragt wie in den Jahren zuvor die definierten fünf Punkte in der Schmerkner Bucht zu begutachten. Die Ergebnisse sollten Anfang Juli vorliegen.
Aufgrund der unbestimmten Lage werden die üblichen präventiven Empfehlungen im Umgang mit Blaualgen und die Plakatierung vor Ort aktiviert. Ein tatsächlicher Nachweis hingegen besteht vorerst nicht.
Weitergehende Hinweise und Verhaltensregeln
Blaualgen | sg.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. - Tychonema - eine besondere Blaualge | sg.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.
Hintergrund
Im Sommer 2021 starben in Schmerikon zahlreiche Hunde. Alle Vorkommnisse standen im Zusammenhang mit einem Aufenthalt im Flachwasser oder im Uferbereich beim Aabach-Delta oder an der Seeanlage. Es ist erhärtet, dass es sich um Vergiftungen durch ein Neurotoxin handelt. Im stehenden Wasser an der Mündung des Aabachs konnte ein für Blaualgen bekanntes Toxin nachgewiesen werden. Als Ursprung wurde die Blaualge des Typus Tychonema bourrellyi identifiziert.
Das Amt für Wasser und Energie hatte bereits 2021die Beobachtung des Seeanstosses in Schmerikon initiiert und diese 2022 erfolgreich weitergeführt. Die Gemeinde Schmerikon stützte sich in seinen Publikationen auf die Erkenntnisse der kantonalen Fachpersonen. Gemeinsam mit der Ortsgemeinde wurde 2023 das private Labor AquaPlus AG, Zug mandatiert, das Monitoring fortzusetzen.2024 erfolgte die Begehung durch eine Person vor Ort, die eigens instruiert worden war. Leider steht uns diese Person nicht mehr zur Verfügung. Politische Gemeinde und Ortsgemeinde sind um eine Nachfolge bemüht.
Für Hunde besteht bei Vorhandensein dieser spezifischen Blaualge Lebensgefahr. Für Menschen, insbesondere Kleinkinder, kann eine gesundheitliche Gefährdung nicht ausgeschlossen werden.
Unabhängig der Gefährdungssituation erachtet die Politische Gemeinde den Erlass eines Hunde- und/oder Badeverbotes nicht als zweck- und verhältnismässig und beschränkt sich auf Hinweise und Warnungen. Der Mensch muss im Umgang mit Naturgefahren Eigenverantwortung entwickeln und kann diese nicht an eine Behörde delegieren.